Neue Retina-Displays und ihre Probleme
Ein Wallpaper in der Lion-Beta hat es uns schon angekündigt: In baldiger Zukunft werden Macs und iPad 2 wohl mit dem neuen, sogenannten “Retina”-Display ausgestattet geliefert werden, welches (im Falle der Macs zumindest) eine nie zuvor erreichte Auflösung von sage und schreibe 3840×2160 Pixeln haben wird. Das ist exakt die doppelte Anzahl an Pixeln, wie man sie in herkömmlichen Full HD Bildschirmen antrifft. Ein gewaltiger Schritt nach vorne also und eine neue Dimension von Schärfe.
Aber leider bringt das auch neue Probleme mit sich: Die UI-Elemente nämlich, also alle Icons, Fenster und Leisten, “schrumpfen” bei wachsender Gesamtauflösung, so denn in ihre Größe (in Pixeln) gleich bleibt. Ein 64 Pixel großes Icon sieht beispielsweise auf einem 1280×720 großen Bildschirm natürlich in Relation viel größer aus, als auf einem Full HD-Display (1920×1080).
Somit müssten User ein deutlich kleineres Interface als auf den bisherigen Modellen verkraften, was bei vielen aber sauer aufstoßen würde. Andererseits: Würde Apple die Resolution ihrer UI-Elemente verdoppeln, würden diese danach in Relation mehr Platz auf dem Bildschirm beanspruchen als zuvor mit der alten Auflösung.
Diese Idee sorgt bei vielen Nutzern allerdings auch nicht für Jubelstürme, schließlich freut man sich über jedes bisschen Platz, den man “für sich selbst” auf dem virtuellen Desktop beanspruchen kann.
Apple steht somit vor einem Problem, was die Portierung der gesamten Benutzeroberfläche auf die Retinas angeht. Jeder potenzielle Kunde soll sich schließlich wohlfühlen beim Benutzen der Geräte und das Festlegen auf einen Weg würde wohl immer eine Gruppe vergraulen. Eine allgemeine Lösung wird zusätzlich dadurch erschwert, dass viele Elemente wie Icons von Third-Party-Programmieren gar nicht von Apple selber erstellt und herausgebracht werden. Damit wird eine einheitliche Linie schwer durchzusetzen.
Es bleibt abzuwarten, wie Apple mit diesem Problem umgeht. Aber wie wir sie kennen, wird es am Ende eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung geben.

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Comments (1)
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JürgenHugo
“Aber wie wir sie kennen, wird es am Ende eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung geben.” DAS soll zufriedenstellend sein? Das iPad mal nicht beachtend, ist das eine wilde Mischung aus 16:10 und 16:9 (ich persönlich finde 16:9 für Monitore eh ätzend und hab nur 16:10).
Sowas kann nur jemand zufriedenstellen, der die Augen beim computern zukneift…bei aller Liebe zu Apple: auch die machen nicht alles richtig! Sie sollten mal lieber die unseligen Spiegeldisplays weglassen und generell zu matten Screens zurückkehren. Wieso wird das wohl bei 15″ und 17″ MBP angeboten? Weils schlechter ist?